Wie kann ich mich beruflich neu orientieren?
Aktualisiert: vor 6 Tagen

Es ist Sonntagabend, kurz nach neun. Du liegst auf deinem Sofa, morgen wieder dieser Montag und du merkst, dass etwas nicht mehr passt.
Zwanzig Minuten später hast du einen Test gemacht. Ergebnis, du bist der kommunikative Typ. Und du fühlst dich genauso ratlos wie vorher.
Dieser Text ist genau für diesen Moment.
Warum ein Test dir gerade nicht wirklich weiterhilft
Tests fragen, was du kannst. Sie fragen nicht, was dir gerade Kraft raubt, was du dir nicht mehr zutraust und was du eigentlich vermisst.
Ein Testergebnis zeigt dir noch keinen Weg. Orientierung entsteht, wenn du dir ehrlich ansiehst wo du gerade stehst, wie es dir geht und wo du anfangen könntest etwas zu ändern in kleinen Schritten.
Diese drei Fragen solltest du dir stellen
Was raubt dir gerade die meiste Kraft. Nicht der Beruf allgemein, sondern konkrete Situationen, die dich auslaugen.
Was hast du früher getan, ohne auf die Uhr zu schauen. Nicht was du beruflich gemacht hast, sondern was dich ganz selbstverständlich gefesselt hat.
Wovor hast du Angst, wenn du was verändern würdest.
Nimm dir für jede Frage zehn Minuten und einen Stift. Nicht am Rechner, nicht im Kopf, sondern auf Papier.
Bleib ein paar Tage bei deinen Fragen
Die erste Antwort ist selten die ehrlichste. Deshalb schreibst du nicht nur einmal, sondern kommst an drei, vier Abenden zu denselben Fragen zurück. Am ersten Abend schreibst du was dir spontan einfällt. Am zweiten gehst du etwas tiefer und fragst dich bei jedem Satz, was genau du damit meinst. Wenn da steht, dass dich dein Job auslaugt, dann schreib auf, welche Situation das war, wer dabei war und wie es sich im Körper angefühlt hat.
Du wirst merken, dass die Antworten mit jedem Mal ehrlicher und konkreter werden. Das, was am zweiten oder dritten Abend dazukommt, ist oft das Wichtigste, weil du dir dann erlaubst, das du dir dann etwas erlaubst, das du dich am ersten Abend noch nicht getraut hast.
Nach ein paar Tagen liegen mehrere Seiten vor dir. Jetzt lohnt sich der Blick auf das, was sich durchzieht. Achte weniger auf Berufsbezeichnungen und mehr auf Tätigkeiten und Gefühle.
Ich bin fest davon überzeugt, dass jede Frau eine Expertise für ein bestimmtes Thema hast. Du musst es nur herausfinden und dein eigenes Konzept daraus entwickeln.
Der nächste Schritt ist kleiner als gedacht
Du musst jetzt nicht kündigen. Du musst jetzt auch keine Ausbildung buchen und kein Business gründen.
Nimm dir jeden Abend 15 Minuten, reflektiere deinen Tag und notiere die Sachen, die dich Kraft im Alltag kosten und die dir Spaß machen.
Ziel ist es hierbei mehr Freude in den Alltag zu bringen und sich für neue Möglichkeiten zu öffnen.
Ich bin schon zu alt, zählt ab jetzt nicht mehr.
Du findest hier bald weitere Blogartikel, die dich motiveiren sollen sowie ein kostenloses Workbook.
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